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Mittwoch, 4. Januar 2012

Das Vierte, die grünen Teufel und das Arbeitsentgelt

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Werbepausen bei Privatsendern sind in der Regel unerfreulich. Im Gegensatz zur Rundfunkgebühr, mit der sich ARD und ZDF ihren bisweilen recht selbstreferenziellen und gewöhnungsbedürftigen "Qualitätsjournalismus" honorieren lassen, haben Werbepausen aber einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Man kann sie zur Lektüre päpstlicher Rundschreiben nutzen!
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"Das Vierte" bietet hierzu einen besonders vorteilhaften Rahmen, den dort scheinen Werbepausen vornehmlich aus Dauerwerbesendungen zu bestehen, die mir in mindesten einer Viertelstunde (drunter geht's kaum) die Segnungen von Dampfreinigern, Gemüsehobeln oder Bratpfannen ans Herz legen. Was locker reicht, um aufs Klo zu gehen, danach eine zu rauchen, den Kühlschrank zu inspizieren und Enzykliken zu lesen. Das habe ich heute jedenfalls festgestellt.
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Während Die grünen Teufel von Monte Cassino in die Werbepause geschickt wurden, lag Mater et magistra des sel. Johannes XXIII. zufällig in Griffnähe. Und passend zum Umstand, daß sich Ursula von der Leyen aufgrund der Arbeitsmarktzahlen vor lauter "Jobwunder" aktuell schier nicht mehr einkriegt, fiel mein Auge auf die Abschnitte 68 ff. dieser Sozial-Enzyklika, in meiner Ausgabe mit "Das Arbeitsentgelt" überschrieben. Nur so ein paar Passagen daraus ...
Schweren Kummer bedrückt Uns angesichts der traurigen Tatsache, daß in vielen Ländern und ganzen Erdteilen zahllosen Arbeitern ein Lohn gezahlt wird, der ihnen selbst und ihren Familien wirklich menschenunwürdige Lebensbedingungen aufzwingt.
In einigen von diesen Ländern steht jedoch zu diesem Zustand äußersten Elends der Mehrzahl der Überfluß und hemmungslose Luxus weniger Reicher in schreiendem und beleidigendem Gegensatz, während in anderen Ländern die Menschen übermäßig belastet werden, um in kurzer Zeit den nationalen Reichtum in einem Maße zu steigern, wie es ohne Verletzung von Gerechtigkeit und Billigkeit nun einmal nicht möglich ist.  
Zugegeben: Das läßt bislang eher an die Zweite oder Dritte Welt als an hiesige Verhältnisse denken. Aber Deutschland heute kriegt auch sein Fett weg: 
Hierher gehört auch, daß in den wirtschaftlich fortgeschrittenen Ländern Leistungen von geringer Bedeutung oder fraglichem Wert nicht selten hohe und höchste Entgelte erzielen, die ausdauernde und wertschaffende Arbeit ganzer Schichten arbeitsamer und ehrbarer Bürger dagegen allzu niedrig und für den Lebensunterhalt unzureichend entgolten wird oder jedenfalls in keinem gerechten Verhältnis zu dem geleisteten Beitrag zum allgemeinen Wohl oder zum Gewinn der betreffenden Unternehmen oder zum Volkseinkommen.
Sage noch einer, päpstliche Rundschreiben seien wirklichkeitsfremd. Vielleicht sollte ich öfter mal "Das Vierte" einschalten ...

Montag, 26. September 2011

Drei Worte nur ...

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Danke,
Heiliger Vater!

Sonntag, 10. Juli 2011

Eine Frage an Rom und eine an die Blogozese

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Frage aus dem Jahr 1959
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"Ist es katholischen Bürgern erlaubt, bei der Wahl von Volksvertretern ihre Stimme solchen Parteien oder Kandidaten zu geben, die zwar keine der katholischen Lehre entgegengesetzten Prinzipien verkünden, ja sogar den christlichen Namen für sich beanspruchen, tatsächlich jedoch sich mit den Kommunisten verbinden und sie mit ihrer Handlungsweise unterstützen?"
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Antwort (des hl. Offiziums; vom sel. Johannes XXIII. am 2. April 1959 bestätigt)
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Nein ...
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Neue Frage, halbwegs aktuell
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"Ist es katholischen Bürgern erlaubt, bei der Wahl von Volksvertretern ihre Stimme solchen Parteien oder Kandidaten zu geben, die der katholischen Lehre entgegengesetzte Prinzipien verkünden, auch wenn sie den christlichen Namen für sich beanspruchen und sich nicht direkt mit Kommunisten verbünden und deren Handlungsweise unterstützen?"
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Was meint ihr?