Montag, 26. September 2011

Sonntag, 18. September 2011

Die nächste Woche im Diurnale ...

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... wird liturgisch ein wenig turbulent. Die Quatembertage stehen ins Haus, was die Bekanntschaft mit dem zweiten Psalmschema in den Laudes fördert und die Preces auf den Plan ruft, und am Ende der Woche können die Schweizer den heiligen Niklaus von der Flüe kräftig abfeiern. Zum aktuellen Kalender gehts hier lang.

Freitag, 16. September 2011

Besser leben mit dem Katechismus, Teil 2

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Und weiter gehts mit unserer Katechismusreihe. Nach dem kleinen Exkurs zum Thema "Ehe" (aus gegebenem Anlass) fahren wir heute mit jener Frage fort, die sich in Deharbes Altvorderen-Katechismus unmittelbar an die allererste Frage anschließt. Zur Erinnerung: Zu allererst wurde gefragt, wozu wir uns eigentlich auf Erden rumtummeln. Wer die Antwort noch nicht drauf hat, kann hier spicken. Heute nun:
2. Was ist der Himmel?
Der Himmel ist der Ort ewiger, vollkommener Glückseligkeit. 
Soviel zu Deharbe. Sehe ich jetzt beim ein oder anderen Leser dieses verschmitzt-wissende Grinsen ... "Himmel - auch so ein Ammenmärchen"? Nein, wir glauben weder an den netten Papa mit Rauschebart, auch nicht an den Münchner im Himmel und nicht an Engel, die von morgens acht Uhr bis mittags 12 Uhr frohlocken und von mittags zwölf Uhr bis abends acht Uhr Hosianna singen. Wir hoffen auf etwas, was sich wahrscheinlich jeder Mensch irgendwie so erhofft, ohne den riesen Durchblick zu haben, wie das genau werden und sein wird. Der um das Jahr 367 gestorbene syrische Kirchenvater Aphraates hat das mal in Worte zu fassen versucht:
Soviel die Menschen auch darüber reden mögen, sie können es nicht beschreiben: was kein Auge gesehen, können sie nicht schildern (...) Aber angemessen ist, daß der Sprechende diese Stätte vergleichsweise benenne als Wohnung Gottes, Stätte des Lebens, der Vollkommenheit, des Lichtes, der Herrlichkeit, als Sabbat Gottes, Tag der Ruhe, Ruhe der Gerechten, Erquickung der Rechtschaffenen, Wohnort und Heimat der Gerechten und Heiligen, Stätte unserer Hoffnung, Haus unserer festen Zuversicht, Haus unseres Schatzes, Stätte, wo unsere Mühsal ausgetilgt, unsere Not aufgehoben und unser Seufzen gestillt wird. Mit diesen Namen dürfen wir jenen Ort vergleichen und benennen.
Zu schön, um wahr zu sein? Warum so pessimistisch?

Donnerstag, 15. September 2011

... so nimm die Seele auf ins Paradies zu dir!

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Kirche St. Mauritius - Oberbergen im Kaiserstuhl
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Mein Bauchgefühl hat heute gegen die Liturgie rebelliert, genauer: Gegen die Kombination aus Magnificat-Antiphon und dem Canticum selbst ...
Oppressit me dolor, et facies meae intumuit a fletu, et palpebrae meae caligaverunt.
Überwältigt hat mich das Leid, angeschwollen war mein Antlitz vom Weinen, umhüllt meine Augen von Finsternis.
Das Kontrastprogramm zum Magnificat ... oder vielleicht doch eine "Antiphon", eine "Gegenstimme" im wahrsten Sinn des Wortes?
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Das Reich Gottes beginnt und wächst (besser: will beginnen und wachsen) in uns und in der Zeit, vollendet und entfaltet wird es aber erst in der Ewigkeit. Bis dahin stehen wir in einem ungeheuren Spannungsfeld. Einen Tag ist uns nach Jubeln zumute, den nächsten fragen wir uns, wie der "gute" Gott dies oder jenes zulassen kann. Wir sind hin- und hergerissen zwischen Gnade und Sünde, Niederlagen und guten Vorsätzen, dem kleinen Erdenglück und den großen Katastrophen der Menschheit. Einmal stehen wir unter dem Kreuz, ein andermal erzählt uns ein Engel vom leeren Grab. Manchmal spüren wir die Nähe Gottes, dann scheint er uns wieder entzogen. Mir möchten jubeln vor Freude und schreien vor Schmerz.
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Maria hat all das mitgemacht - unseretwegen. Heute sehen wir sie in der Nähe von Gethsemane, am Rand der Menge beim Hin und Her zwischen den Hohepriestern, Pilatus und Herodes, sehen sie dem Richtzug folgen nach Golgatha und stehen unter dem Kreuz.
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Vor einiger Zeit habe ich ein Glasfenster entdeckt - Mariä Himmelfahrt. Es zeigt, finde ich zumindest, nicht die künftige Himmelskönigin, die da emporgehoben wird, sondern die Schmerzensmutter, die magna Mater dolorosa, an der sich nun die Verheißungen des Magnificat erfüllen.
Fac me cruce custodiri, / Morte Christi praemuniri, / Confoveri gratia. / Quando corpus morietur, / Fac ut animae donetur / Paradisi gloria.
Gegen aller Feinde Stürmen / soll mich Christi Kreuz beschirmen, / sei die Gnade mein Panier! / Deckt des Grabes düstre Höhle / meinen Leib, so nimm die Seele / auf ins Paradies zu dir!

Mittwoch, 14. September 2011

... ob dem Erdball glutend schwebt am Himmel hoch das heilige Kreuz ...

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Allmächtiger, o hehre Majestät, Gott Sabaoth,
erhabner Herr, der hohen Himmelskräfte Schöpfer,
des Weltalls Bildner, Christus auch, der Menschen Heil:
Du bist mein Ruhm und meine Kraft, Du all mein Licht und Gut,
Du bist der König, Lehrer, Lenker, teurer Meister,
Du bist der Hirte, der uns führt, der Schafe sichrer Hort.
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Du bist mein Heil, mein heiliger Schöpfer, mein Erlöser;
Du Führer, Weg, Du Licht und Leben, Lohn und Himmelstür;
Du Stimme, Geist und Wort, Du aller Tugendfrüchte Stamm -
Dir weih ich stets und jetztund auch mein armes Wort!
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Dir redet mein Gemüt, Dir meines Herzens tiefste Not.
Was meine Zunge, meine Hand und meine Lippe betet,
was ein gebeugtes Herz, ein redlich Tun, ein heilges Wollen -
es ist Dein: Dein Lob, Dein Lied, o milder Herre Christ!
Dir huldigt, Herr, zerknirscht und fröhlich doch mein ganzes Sein
und spricht, vor Deinem Kreuze hingeworfen, dies Gebet:
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Laß Deines Frühlings Knospe, Deines Altars Gabe,
laß dies Herz Dich lieben!
Nur diesen Brand entfach, nur diese Inbrunst
schüre meiner Seele!
Nur dies laß Durst und Hunger mir und
unnennbare Sehnsucht sein!
Nur dies, daß Du mich mild umfängst,
mich armen Knecht,
der sich zum Opfer ganz Dir weiht -
Dir, guter Jesus!
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So nimm mich denn! Und Deines Kreuzes bittre Seelennot
soll mich verzehren, Deine Schmerzen kühlen meine Fleischeslust
und lenken meinen frevlen Sinn und meinen stolzen Zorn entwaffnen!
Nur milder Sanftmut Worte leg hinein und Friede meinem Geist,
auf daß ich würdig vor Dir wandle!
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Bald zuckt Dein Blitz vom hohen Wolkenkamm. Im Feuerwagen
fährst Du einher zum Weltgericht, im Wetterschein die Bösen zittern.
Sturm und Posaunenschall - und ob dem Erdball glutend schwebt
am Himmel hoch das heilige Kreuz, Dein großes Zeichen.
Dann, Herr, mög dieses Kreuz mich wahren vor der Hölle Brand!
Dann, mildes Gotteslamm, beschütze Deinen frommen Sänger,
des Herz und Mund und Hand allzeit Dein Gnadenzeichen ehrte,
des Lebens eingedenk, das ihm aus solchem Opfer strömt!
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Und jetzt schon, milder Herr, durch der Erlösung schönes Zeichen
gib Ruhe mir ins Herz! So hofft und fleht zu Dir Rabanus,
der alles glaubt, was Du verheißen, in froher Kindeszuversicht.
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So steig denn hin, o heilges Kreuz, in Himmel hoch entschwebe!
Und ewig gelte dir mein Gruß, du hehres Wunderzeichen!
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aus dem Traktat De Laudibus Sancte Crucis
des Rabanus Maurus;
deutsch von Otto Karrer

Sonntag, 11. September 2011

Buber auf der Kirchweih

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Gott hat offenkundig gute Ohren, auch für Details und Stoßgebete am Rande; jedenfalls hatte ich heute mal wieder diesen Eindruck. Wer hier mitliest, dem wird unter Umständen aufgefallen sein, daß ich der Verlockung, wohlfeile Buchangebote und -kisten auf Flohmärkten, Basaren etc. zu durchwühlen, kaum widerstehen kann. Mindestens einmal pro Woche suche ich den Spinnweb-Laden der Diakonie heim und halte Buchbeschau. Gerade in letzter Zeit habe ich da wieder schöne Sachen aufgetan, etwa Der katholische Pfarrgottesdienst, eine Art Schott-Graduale mit viel "Musicke drin" für Messe und Vesper, und das bei den Evangelen, perfekt! Das Buch hatte einen festen Einband und kostete darob einen Euro. Biegsames ist billiger. Ab vier Büchern bekommt man meistens Mengenrabatt und samstags 30 Prozent auf alles.
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Ab und zu schaue ich aber auch in normalen Buchhandlungen vorbei. Vor wenigen Tagen erst stand ich einmal mehr vor dem Bibel- und Exegeseregal bei Herder rum. Gab es da nicht mal das Buch der Preisungen als Einzelausgabe, die jüdischen Psalmenübersetzung von Martin Buber? Nah am hebräischen Text und zugleich ungemein sprachgewaltig ... schon lange auf meiner Hätte-ich-gerne-Liste. Vorhanden war aber nur die Taschenbuchausgabe des ganzen Alten Testaments mit vier Bänden im Schuber für rund 50 Euro. Natürlich hat mich die auch gejuckt; dennoch beschied ich mich, nicht ohne den Hintergedanken, daß mir der liebe Gott dieses Werk doch bei den Evangelen von der Diakonie oder sonstwo in einer Wühlkiste hinterlegen könnte.
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Heute war Kirchweihe in St. Anton. Mit Festzelt, Grill, Tombola, Ständen aller Art und Schießbude (leider nur Luftgewehr). Und mit Floh- und Büchermarkt. Fünf Franken habe ich dort gelassen. Muß ich mehr sagen?
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Das Evangelium vom heutigen 13. Sonntag nach Pfingsten spricht von den zehn Aussätzigen, die der Herr zu den Priestern schickt, sich zu zeigen ... "während sie nun hingingen, wurden sie rein" (Lk 17, 14). Aber nur einer kam zurück zum Herrn, um zu danken ... manchmal reichen auch ein paar Bücher (was zu Meister Eckhart war überdies noch drin):
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Segnen will ich allstündlich IHN,
stets ist in meinem Mund seine Preisung.
Um IHN preist sich meine Seele,
die sich Beugenden hörens und freun sich.
Sagt von SEINER Größe mit mir, 
erheben wir seinen Namen mitsammen!
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(Psalm 33)

KW 37 im Diurnale

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... zum aktuellen Diurnale-Kalender vom 12. bis 18. September bitte hier klicken.

Freitag, 9. September 2011

Eucharistische Totalschäden 1

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Keine Ahnung, wieviele Zigarren der 1987 verstorbene Bernard Jan Kardinal Alfrink täglich gepafft hat, doch unter der Menge der Konzilsväter sei er am trefflichsten zu finden gewesen, wenn man nach einer Art wandelnden Nebelbank Ausschau gehalten habe. Vielleicht war des Kardinals Blick auch vernebelt, als er dem berüchtigten "Holländischen Katechismus" (im Original: De nieuwe katechismus) 1966 das Imprimatur verpasste. Die deutschen Bischöfe verweigerten der 1968 unter dem Titel Glaubensverkündigung für Erwachsene publizierten Übersetzung die kirchliche Druckerlaubnis; die deutsche Ausgabe wurde ab 1969 zwar immer noch ohne Genehmigung der deutschen Bischöfe, dafür aber mit einer Beilage verkauft, die - nach einer Intervention Roms - die schlimmsten Auswüchse etwas gerade rückte. Zu diesem Zeitpunkt entfaltete dieses Buch bereits vielfach seine subversiv glaubenszersetzende Wirkung, denn es stand bereits auf der Spiegel-Bestsellerliste. Dieser "Katechismus" dürfte einer der Schlüssel zur Denke der zwischenzeitlich angegrauten Konzilsgeistgeneration sein. Weil aber auch die den Weg alles Irdischen geht, habe ich vor einigen Tagen für 50 Cent ein Exemplar aus der Diakonie-Wühlkiste gezogen.
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Man muß nicht lange blättern, um fündig zu werden. Zumindest weiß ich jetzt, was manche Priester und Laien antreibt, Messen mit Fladenbrot zu feiern und der Gegenwart des Herrn in der heiligen Eucharistie mit Haltungen zu begegnen, die man hie unbekümmert und da ungläubig nennen kann. Was soll man auch davon halten, wenn man sowas zu lesen kriegt:
Wann hört die Gegenwart Christi in der eucharistischen Gestalt auf? Sobald das Zeichen des  Brotes nicht mehr da ist. (...) Auch würde niemand Brot, das zu Staub zerfallen ist, vernünftigerweise noch Brot nennen. Deswegen sind winzige Reste, die von dem Brot irgendwo haften bleiben, kein Zeichen für die Gegenwart Christi mehr. Solange also der gesunde Menschenverstand sagt: "Hier ist Brot", ist es Zeichen für Jesu Anwesenheit. Kurz gesagt: "Brot" ist kein physikalischer, sondern ein menschlicher Begriff.
Ganz abgesehen von der fruchtlosen Korinthenkackerei - hier spottet der Katechismus sowohl der Lehre als auch der jahrhundertealten liturgischen Praxis der Kirche - in Bezug auf die Frage nach der Gegenwart Christi auch in Partikeln der konsekrierten Hostie, stellen sich die Autoren meines Ermessens fast selbst ein Bein: Gerade da das "Brot" (und es geht in den entsprechenden Kapiteln dauernd um "Brot") nur noch Zeichen für die Gegenwart Christi ist, sind nicht nur physikalische, sondern auch menschliche Begrifflichkeiten vergleichsweise nachrangig. Vor dem Geheimnis der Gegenwart Christi im "Brot" steht es dem Menschen nicht an, Fein-tuning nach eigenem Gusto zu betreiben. Die Parole lautet: Ehrfurcht. Anbetung. Teilhabe. Basta.
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Ein Blick auf die Gegenwart zeigt die Folgen solcher "Katechesen" ...

Montag, 5. September 2011

Aufgelesen: Verdächtig zeitlos?

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Vorbemerkung: Mit der gängigen Pius-XII-Biographirerei für den fromm-konservativen Durchschnittskatholiken werde ich nicht recht froh. Nein, ich schlage mich hier natürlich nicht für Hochhuths Stellvertreter in die Bresche, aber ich kann mich ebenso wenig mit Sr. Pascalinas Piusmemorabilien Ich durfte ihm dienen tiefer anfreunden (wenngleich diese "Erinnerungen" auf ihre Art nett zu lesen sind) wie mit dem "Lebensbild" Der Papst von Konstantin Prinz von Bayern, das derzeit auf meinem Nachttisch liegt. Das Buch der frommen Ordensfrau ist mir schlicht und oft zu blumig, während der bayerische Prinz vor allem echte oder stilisierte Insider-Infos zweiter Hand heranzieht. Informieren ließ sich der Verfasser zum Beispiel von Ludwig Kaas, weiland spiritus rector des deutschen Zentrumspartei.
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Konstantin von Bayern sprach nach dem Krieg mit dem 1933 nach Rom emigrierten Prälaten - eine im Buch reportierte Mahnung Kaasens kommt mir jedenfalls verdächtig zeitlos vor ...
Verfallen Sie nicht in den Fehler so vieler Deutscher, die das Verhalten des Vatikans nur aus ihrer eigenen nationalen Perspektive heraus beurteilen. Die Kirche ist übernational. Deutschland ist in den Augen der Kirche nur ein Sektor und, Sie werden mir das angesichts der Millionen von Amerikanern, Russen, Chinesen zugeben müssen, ein verhältnismäßig kleiner ...
Nachtrag: Ein meines Ermessens wirklich gewinnbringendes Buch zu Pius XII. ist Papst & Teufel von Hubert Wolf, wenngleich dies nicht als Biographie konzipiert ist.

Sonntag, 4. September 2011

KW 36 im Diurnale

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... zur Woche vom 5. bis 11. September gehts hier lang ...

Samstag, 3. September 2011

Aufgelesen: Religion und Zeitgeist


Man hat konstitutionelle Priester gehabt, aber man kann keine konstitutionelle Religion haben.
Antoine Comte de Rivarol (1753-1801) 

Freitag, 2. September 2011

Katechismus-Special

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Ab und zu eine Katechismuswahrheit ... ausgerechnet der Freiburger Erzbischof, der schon andernorts durch ein eigenwilliges Katechismusverständnis aufhorchen ließ, zwingt schier dazu, den pädagogisch sinnigen Plan bereits jetzt über den Haufen zu werfen. Hier also ein Deharbe-Katechismus-Special außerhalb der Reihe mit gleich drei ausgewählten Fragen:
1. Wer hat die Ehe eingesetzt?
Gott selbst hat die Ehe eingesetzt, als er dem Adam im Paradiese die Eva zum Weibe gab, damit die beide gottselig, und in treuer, unauflöslicher Liebe zusammen leben sollten. 
2. Was sollen Eheleute bedenken, wenn sie versucht werden, die eheliche Treue zu brechen?
Daß sie durch Ehebruch
1) den feierlichen Bund brechen, den sie im Angesichte Gottes und der Kirche geschlossen haben;
2) das heiligste Band zerreißen, welches nach Gottes Anordnung die menschliche Gesellschaft einigt und verbindet;
3) allen häuslichen Frieden stören, eine gute Kinderzucht hindern, und das Glück der ganzen Familie zerrütten;
4) sich der Gefahr aussetzen, in Schmach und Elend und in alle Sünden und Laster zu fallen, ja von Gott selber furchtbar  gezüchtigt und endlich ganz verworfen zu werden.
3. Was haben sich jene zu merken, die in den Ehestand zu treten gedenken?
Sie sollen
1) nicht leichtsinnig sich verloben,
2) gehörig unterrichtet und frei von Ehehindernissen seyn,
3) in dem Brautstande unschuldig leben, und nicht glauben, daß ihnen in demselben mehr Freiheit oder das Zusammenleben in Einem Hause gestattet sei,
4) mit reiner gottgefälliger Absicht in den Ehestand treten und
5) vor ihrer Verehelichung würdig beichten und kommuniziren.