Mittwoch, 28. Oktober 2009

Simon und Thaddäus




Es gibt Heilige, über die wir herzlich wenig wissen, dazu zählen leider auch manche Apostel. Über die heiligen Apostel Simon und Thaddäus erteilt selbst das Breviarium Romanum zum heutigen Feststag nur dürre Auskunft:

"Simon aus Kana, der auch der Eiferer, und Thaddäus, der auch Judas, Bruder des Jakobus, im Evagelium genannt wird, Verfasser eines von den katholischen Briefen, durchwanderten als Prediger des Evangeliums, dieser Mesopotamien, jener Ägypten. Alsdann kamen sie in Persien zusammen, und indem sie zahllose Kinder Jesu Christo gewannen und den Samen des Glaubens in jenen ausgedehnten Gegenden den verwilderten Völkern ausstreuten, verherrlichten sie durch ihre Lehren und durch ihre Wunder und schließlich durch ein ruhmvolles Martyrium den heiligsten Namen Jesu Christi" (Mette, 4. Lesung).

Über die Zeiten hinweg hat die Volksfrömmigkeit ein großes Zutrauen zum hl. Judas Thaddäus gefaßt und ihn zum Schutzpatron in aussichtslosen Anliegen erklärt ... auch eine Möglichkeit, in der Geschichte Spuren zu hinterlassen.

Montag, 26. Oktober 2009

Neues aus der Konzilsgeistgemeinde


Noch wenige Tage bis Halloween!


Rom, Römer, am Römsten hat hier einen Strip-Generator aufgetan und rief Schwester Robusta ins Dasein. Ich habe mich auch mal daran probiert ... irgendwie ulkig, der Generator jedenfalls - über meinen "Erstling" mag man geteilter Meinung sein, trotzdem widme ich ihn aus gebebenem Anlass Elsa.

Ja, ja, so ist sie halt, die Klerisei!

-
Wie es um die Zustände des deutschen Klerus bestellt sei, konnte man sich gestern im WDR-Tatort Tempelraub zu Gemüte führen: wohl alles Nieten, Nullen, Nattern und Nonnen.

Allda wären folgende dramatis personae:

Ein dahingemorderter Regens, dem die Drehbuchschreiber einen konservativen Habitus zumessen ... und der einer Schwangeren Geld in die Hand gedrückt hatte, damit sie das Kind eines Seminaristen abtreibt. Als der Regens die zwischenzeitlich erwachsene Tochter (Kirchenopfer 1) des zwischenzeitlich geweihten Priesters auf dem Friedhof trifft, giftet er sie an, warum sie nicht abgetrieben worden sei.

Der "zwischenzeitlich geweihte" Priester, der seit Jahren eine neue Flamme und zusätzlich einen Sohn hat (Kirchenopfer 2). Mit seiner Freundin fährt er einmal im Monat zu einer Selbsthilfegruppe für beweibte Priester nach Holland; ansonsten spielt man Verstecken und kompensiert das Leiden an der Kirche mit Geigenspiel.

Ein Seminarist, der nie und nimmer den Eindruck erweckt, als wäre es den Herausforderungen des Lebens gewachsen.

Eine Ordensschwester mit Hang zu übler Nachrede und Denunziantentum.

Positive Gegencharaktere? In diesem Tatort Fehlanzeige.
Der Gesamteindruck? Die haben alle entweder Dreck am Stecken oder einen an der Waffel.

Abgerundet wird der Cocktail durch einige bissige Bemerkungen des ermittelnden Beamten zur Existenz Gottes ... Und die Kirche stellt für so ein Machwerk offensichtlich großzügig Drehgenehmigungen in kirchlichen Einrichtungen aus. Der Münsteraner Beitrag zum Jahr des Priesters ...

Samstag, 24. Oktober 2009

Mein Freund, der Baum, ist tot

Manchmal schreibt man auf schönen anderen Seiten "Kommentare", die sich zu kleinen Beiträgen entwickeln, die man auch auf den eigenen Blog setzen könnte. Im konkreten Fall geht es um Überlegungen zur Amtseinführung von Kirchenmusikern, die Cäcilia anstellt, und die mich angeregt haben, einen gefakten Pressetext in die Kommentarspalte zu schmuggeln.

PS: Geistlichen stehe ich, als Urheber dieses fiktiven Gottesdiensttextes, mit Gestaltungsvorschlägen für Liturgiefeiern übrigens gerne zur Verfügung ... ;-)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Abtreibung ist ok, aber bitte nicht rauchen!

In der Schweiz sind Zigarettenschachteln seit geraumer Zeit nicht nur mit Warnhinweisen, sondern auch mit sogenannten "Schockbildern" zur Rauch-Abschreckung versehen. Meist handelt es sich um gruselige Darstellungen ... Rauchergebiss, Raucherlunge etc.

Abgesehen davon, daß in so ziemlich allen europäischen Ländern in Sachen Nikotinprävention ein schwerer Interessenskonflikt zwischen den Finanz- und Gesundheitsministerien bestehen dürfte, was hier aber nicht unbedingt zur Debatte steht, ist mir eines dieser Warnbilder neulich besonders aufgefallen:

Es zeigt ein ungeborenes Kind, drumherum ist, graphisch sinnigerweise, alles pechschwarz. Das sieht dann etwa so aus. Sinngemäß lautet der Hinweis, daß Rauchen während der Schwangerschaft dem Kind schade.

Der Einsatz für die Kinder im Mutterschoß ist eine gute Sache. Vielleicht sollte man auch vor diversen Abtreibungsinstituten Warnhinweise mit Schockbildern anbringen. Wäre doch nur konsequent, oder ...?

Montag, 19. Oktober 2009

Konzilsgespenstisches im Altenheim

Früher gab's mal einen Konzilsbildband, dessen erste Seiten mittels Photostrecke etwas melodramatisch aufgemacht waren. Da wurden düstere Bilder aus der Welt von "Heute" (also annodunnemal) mit Bildunterschriftenen begleitet, sinngemäß etwa so ... in einer Welt von Hunger, von Krisen, von Krieg etc. etc. etc. das: ... Und wer dann umblätterte, sah ein Bild mit unzähligen Bischöfen aus aller Welt, die zum Konzil in den Petersdom einzogen. Diese Photostrecke würde ich heute gerne ergänzen. Zum Beispiel mit sowas:


Das ... ist ein weiteres Beispiel jener Kettensägenkunst, die sich in einigen Kapellen von Robbie's own country zwischenzeitlich einer gewissen Beliebtheit erfreut. In diesem Fall handelt es sich um die Kapelle eines noch recht frisch erbauten Altenheimes, die ich im Rahmen einiger Orgelvertretungen zu Gesicht bekam.

Ich wäre ja versucht, jetzt einen fiesen Witz zu reißen, so nach dem Motto: "Die Konzilsgeneration bekommt auch im Alter eine angemessene 'Sakral'-Architektur geboten" ... aber wenn ich mir hinter dem Orgelpositiv die Senioren in ihren Rollstühlen, mit ihren Gehwägelchen, mit ihren Gebrechen und all der körperlich bis geistigen "Altersarmut" anschaue, dann verbieten sich solche Gedanken. Die Kapelle verströmt jedenfalls etwa genauso viel Wärme, Trost und Geborgenheit wie die gesetzlichen Rahmenrichtlinien unserer Altenpflege. Gott ist dabei quasi abwesend, abgeschoben in ein unscheinbares Wandschränkchen. Auf der anderen Seite jener Wand befinden sich übrigens sanitäre Einrichtungen für Besucher des Hauses. Manchmal ist einem Gott sogar auf dem Scheißhaus näher, als man denkt.

Solche delikaten Details scheren natürlich keinen Architekten und keinen kirchlichen Sachverständigen. Bei letzteren wird mutmaßlich intellektuelles Ergötzen an der kapellesken Arte Povera verherrschen, sekundiert von einer Liturgiewissenschaft, die ja gerne den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Dummerweise wurde diese Kapelle - und ich glaube kaum, mich mit diesem Urteil zu weit aus dem Fenster zu lehnen - an den Interessen jener Menschen völlig vorbei gestaltet, denen sie als Raum der Gottesbegegnung dienen sollte. Sind ja eh' nur halb oder ganz demente Omis und Opis, die im Zweifelsfall nicht einmal die Kraft haben, davonzulaufen.

Wenn alles nix mehr hilft, hilft nur noch Maria. Und so bleibt die Mutter des Herrn in gewisser Weise einmal mehr der einzige Lichtblick inmittel eines Greuels der Bewüstung ...



PS: In der Nähe von Zollitsch City befinder sich ein Altar, der ehemals in einem Antoniterkloster stand. Die Antoniter kümmerten sich vor allem um die Kranken und Siechen ihrer Zeit. Die Bilder jenes Altares sollten den "Patienten" mit der Botschaft von Kreuz und Auferstehung Hoffnung und Kraft geben ... was für ein Unterschied!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Heilige Theresia von Avila




Ihr Christen!

Nun ist es Zeit, euren König zu verteidigen und ihm in seiner großen Einsamkeit Gesellschaft zu leisten. Nur sehr wenige Vasallen sind ihm geblieben, während die Menge, die Luzifer begleitet, zahlreich ist.

Und was das Schlimmste ist: Sie zeigen sich in der Öffentlichkeit als seine Freunde, und insgeheim verkaufen sie ihn.

St. Theresia von Avila, Ausrufe der Seele zu Gott, 10.2

Sonntag, 11. Oktober 2009

Viva etc. ... Teil 3

"Unser" Zentralkomitee erfreut sich offenbar in der Blogozese keiner allzu großen Beliebtheit (was Wunder auch ...). Das wird nicht zuletzt daraus deutlich, daß eine angedachte Protestaktion zur selbstverständlichen Anmaßung dieses Vereins auf besonderes Wohlgefallen stößt. Angelegentlich sei betont, daß ein solcher Protest eine "Widerstands-Idee" - unter hoffentlich noch vielen anderen - ist, aber sich das gesamte Anliegen längst nicht darauf beschränken soll.

Trotz dieser (vordergründig einschränkenden, aber eigentlich Weite schaffenden) Note ein Häppchen Trost zu eben diesem Thema: Mitbürger im Land werden mit ihren Stellvertreterorganen auch nicht immer froh. So betonte der jüdische Historiker Michael Wolffsohn auf dem Hintergrund der aktuellen Sarrazin-Scharmützel im Tagesspiegel:

"Wenn der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland spricht, heißt es automatisch: „Der Zentralrat der Juden in Deutschland sagt“ – und damit sind es „die“ Juden. Gerade als deutscher Jude fühle ich mich durch Äußerungen dieser Art nicht vertreten".

Gefunden via Achgut.

Viva etc. ... Teil 2

"Die Geister, die ich rief ..."

... bedräuen mich etwas, ob ich da nicht zu vollmundig Erwartungen geweckt habe. Ich sehe mich jedenfalls nicht wirklich als "Revolutionsführer" (und dürfte auch kaum dazu taugen) ... ;-) Aber ich danke allen, die bislang schon die Werbetrommel gerührt haben oder noch rühren werden.

Jedenfalls bleibe ich bei meiner Meinung, daß es langsam Zeit wird für einen kleinen (?) Aufstand kirchentreuer Katholiken gegen die Verwässerung des Glaubens innerhalb der Institution Kirche und gegen jene Gleichgültigkeit der Gesellschaft dem Glauben gegenüber, die schleichend - und von interessierte Seite begünstigt - zunehmend in Glaubensfeindlichkeit umzuschlagen droht.

Allein ist das kaum zu schaffen; Gott sei Dank haben Teile der Blogozese aber schon angedeutet, daß man mitmischen will. Aber es müssen natürlich noch viel mehr werden, auch außerhalb der Blogozese.

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem lautet ein lateinisches Sprichwort: "Was immer du tun willst: Handle mit Bedacht und verliere das Ziel nicht aus dem Auge". Zwei Leitgedanken sollten anfangs Raum greifen, die sich gegenseitig ergänzen:

1. Beharrlichkeit
2. Nichts überstürzen

Ich hoffe, bis Ende nächster Woche einen eigenen Blog einzurichten zu können, der sich ausschließlich mit Ideen, Möglichkeiten und Strategien beschäftigen soll, wie die Angelegenheit angepackt und fortgeführt werden könnte. Auch die Grenzen eines solchen Projekts sollten angesprochen werden, denn es ist klar, daß dieser Protest letztlich der Kirche dienen und keineswegs ihr schaden soll. Nicht zuletzt ist auch Kreativität gefragt ...

Für diesen Blog suche ich übrigens einige Mitschreiber ... gemeinsam geht's besser; außerdem würde ich mich - das gilt für die ganze Aktion - auch nicht besonders wohl dabei fühlen, den Zampano zu geben. Einige haben zum Glück bereits signalisiert, daß sie mitmischen möchten.

Die Aktion braucht einen griffigen Namen! Wer hat eine Idee?

Eins noch: Einigen scheint der Gedanke zu gefallen, "unserem" Zentralkomitee einen vor den Latz zu knallen. Auch hier ist Besonnenheit Pflicht ... wenn der Verein am 3. November drei böse Briefe bekommt, lachen die sich wahrscheinlich nur schlapp.

Und das Wichtigste zum Schluß, entnommen der (ordentlichen) Liturgie des heutigen Sonntags, dem 28. im Jahreskreis:

Herr, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort im Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
 

Samstag, 10. Oktober 2009

Viva la Revolución ...




In den letzten Tagen flatterte ein Text durch die Blogozese (bei Katholik und Alipius etwa), der es verdient, nochmals aufgegriffen zu werden. Ein Seminarist aus Nigeria, derzeit als Student im Stift Heiligkreuz, hält dem verschnarchten Eurokatholizismus eine Standpauke. "Jetzt ist die Zeit aufzuwachen, jeder soll auf seine Weise und in seinem Lebensumfeld sprechen. Lest! Schreibt! Sprecht laut!" gehört zu den Kernsätzen eines Beitrags, der sich stellenweise wie eine Brandrede liest. Wie auch das hier: "Laßt alle in eurer Umgebung merken, das ihr ein Christ ist. Wo seid ihr? Was seht ihr? Was hört ihr? Was wißt ihr? Sprecht laut!"

Der Verfasser spricht den einzelnen Christen an; und das ist kein Schaden. Das großartige Phänomen eines gelebten Glaubens ist nicht nur, aber auch nicht zuletzt der Glaube der vielen Einzelnen, die in ihrem Leben die Verkündigung - mehr als nur sprichwörtlich - beglaubigen. Darüber bedarf es keiner Diskussion.

Dieses "Beglaubigen" fällt allerdings leichter, wenn man sich in einer großen Gemeinschaft geborgen weiß, die geistig wie emotional Rückhalt bietet. Die Kirche als Gemeinschaft der Heiligen tut dies, aber dieser Rückhalt ist eher geistlicher Natur. Auf die Kirche als Institution, die im Hier und Jetzt konkret den Rücken stärkt, die sich nicht schämt, ihre ganze Botschaft mit allem Mut und aller Zumutung der Welt zu verkünden, auf diese vielbeschworene "Ortskirche", ist hingegen kaum noch Verlass. Wer heute in seinem persönlichen Umfeld die Lehre der Kirche vertritt, muß damit rechnen, daß der nächstbeste Oberhirte tags darauf in der Zeitung eben diese Lehre relativiert und zwei Spalten später vor bösen Fundamentalisten warnt. Ein nicht geringer Teil der Geistlichen verkündet das Wort nur noch, wenn es gelegen scheint. Der Rest fällt unter den Tisch oder wird umgebogen, bis es gelegen dünkt.

Stehen wir also allein auf weiter Flur? Ja und nein. Nein, weil sich etwa in der Blogozese Katholiken versammelt haben, die sich gegenseitig stärken können. Ja, weil es meiner Meinung nach in Deutschland (wie in anderen Ländern) an einer wachen und schlagfertigen katholischen Bewegung fehlt, die über einen ansehnlichen Mitgliederstamm verfügt und sich nicht so schnell ins Boxhorn jagen lässt. Ich meine damit eine, das klingt jetzt etwas eckig, Art "Katholiken von unten für eine Kirche von oben". 

Man mag einwenden können ... gibt es denn nicht das Forum deutscher Katholiken? Und was ist mit den Intiativkreisen? Und den ganzen Missa-tridentina-Truppen? Und was ist mit dem Opus Dei? Oder mit Communione e liberazione?

Hand auf's Herz! Vom Forum höre ich in der Regel nur etwas, wenn der jährliche Kongress über die Bühne geht, danach herrscht deutschlandweites Schweigen im Wald. Die Initiativkreise scheinen bis auf wenige Ausnahmen scheintod zu sein. Missa-tridentina-Gruppen mag ich herzlich, aber oft sind sie schon zufrieden, wenn das Ordinariat eine regelmäßige Messe genehmigt (jeden 29. Februar um 5.55 Uhr in der St. Nimmerlein-Kapelle auf dem hohen Buckel; Messe entfällt, wenn der 29. auf einen Sonntag fällt). Ist die Messe genehmigt, hält man Burgfrieden, ehe dem Ordinariat eine weitere Einschränkung einfällt (Teilnahme nur bei gleichzeitigem Bekenntnis zur Handkommunion?). Opus Dei und Communione scheinen mir wiederum schon zu eigen - die dort gelebte Spiritualität ist nicht jedermanns Sache.

Eigentlich schwebt mir ohnehin etwas "Rebellischeres" vor, eben ein kirchentreues Pendant zu all jenen Vereinigungen und Initiativen, die gerne öffentlichkeitswirksam ihre Leiden an der Kirche inszenieren. Von denen kann man immerhin was lernen. Pressure-Groups bilden, Druck machen, für Aufsehen sorgen: Zeigen, daß es auch Katholiken gibt, die auf Kirche als Zeitgeistverein pfeifen. Die dem kirchentreuen Katholizismus in Deutschland eine Stimme geben, die nicht überhört werden kann. Die durch pfiffige Aktionen aufmerksam machen, aber vernünftig genug sind, nichts zu unternehmen, was den anderen leicht Gelegenheit bietet, sie in die Fundi-Ecke zu schieben.

Man stelle sich folgendes vor: 2.000+ Katholiken würden am 2. November 2009 einen Brief an ein bestimmtes Zentralkomitee abschicken, in welchem sie es sich für die Zukunft eindeutig verbitten, weiterhin nominell von einem Gremium vertreten zu werden, welches sie nie demokratisch legitimiert haben und dessen Stellungnahmen häufig bis meist weder dem eigenen katholischen Glaubensverständnis entsprächen noch jenem der Kirche. Das wäre doch schon ein guter Anfang ...

Nebenbei: Solche katholisch subversiven Aktionen wären mit dem Forum kaum zu machen, da dort immerhin konservativere Teile der Hierarchie eingebunden sind, die solche Scharmützel gegen ganz bestimmte Phänomene des Germano-Katholizismus kaum mittragen könnten, zu groß wäre die Zerreißprobe.

Nehmen wir noch ein anderes Beispiel: Tridentinische Messen werden gelegentlich mit der Begründung abgelehnt, daß zuerst für den normalen Pfarrgottesdienst Sorge getragen werden müsse. Das kann man akzeptieren. Dann aber erwarte ich auch von den zuständigen Ordinarien, daß sie dafür Sorge tragen, daß allerorten dieser "normale Pfarrgottesdienst" (anhand der liturgischen Vorschriften) gehalten wird. Wenn Priester irgendwelche Larifari-Messen veranstalten wollen, dann sollen sie dafür zusätzliche Gottesdienste anberaumen und meinetwegen ihren liturgiefreien Tag opfern. Auch hier könnte man den Verantwortlichen mal einheizen. Es müssen nur genug sich finden, die mitmischen ... oder wie das ganz zeitgemäß heißt: Sich einmischen.

Sätze wie "Kirchentreue Katholiken müssen zu einem ernsten Machtfaktor in der katholischen Kirche Deutschlands werden" sind zugebenermaßen etwas degoutant, denn ein anderer Machtfaktor als vorrangig Christus und dessen römischer Vicarius kann es in der Kirche eigentlich kaum geben. Aber da sich andere darum nicht scheren und ehe andere Macht an sich reißen, gilt es meines Ermessens ernsthaft zu überlegen, wie gegengesteuert werden kann. Vom Episkopat ist, fürchte ich, jedenfalls nicht viel zu erwarten. Oder vielleicht bräuchte so mancher Bischof sogar eine konservative Rebellentruppe im Rücken? 

"Sprecht laut!" ... je mehr Stimmen, desto lauter der Chor.

Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat - Viva la Revolución ;-)

Was denkt ihr? Sind diese Gedanken angemessen? Berechtigt? Sinnvoll? Läßt sich damit etwas bewegen? Und wenn ja, wie sollte man es anpacken?

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Mehr Rosenkranzfest!

          



Es wird Herbst ... recht spontan bin ich heute noch zur Vesper nach St. Lioba (die Benediktinerinnen von der hl. Lioba hatte ich hier schon einmal auf dem Blog) losgezogen und habe mich danach noch im Kräutergarten umgesehen. Dabei sind u.a. einige "Hummelbilder" herausgekommen. Die Vesper selbst war überraschend schön, die Schwestern scheinen das Rosenkranzfest etwas feierlicher zu begehen als die Restkirche: Psalmen aus der Sonntagsordnung, gregorianischer Choral etc. Warum der dritte Psalm plötzlich von einer Schwester auf Deutsch gelesen (!) wurde, mag ein Geheimnis des Konvents sein, danach gings weitestgehend in der Kirchensprache weiter, das Capitulum und die Preces einmal ausgenommen. Als Vesperale diente eine geringelbuchte Lose-Blatt-Sammlung, aber ich habe heute schon genug über die reformierte Liturgie gemeckert, irgendwann reichts auch wieder. Immerhin entführte das Offizium, nicht ganz so ausgedörrt wie das der Weltkirche, in Mariens schönen Garten ...










Zum Rosenkranzfest




Zum Rosenkranz hatte ich vor einiger Zeit bereits einen Eintrag; es handelte sich vor allem um eine Passage aus Franz Werfels Roman Das Lied von Bernadette. Heute ist der rechte Tag, sie nochmals aus dem Blogarchiv hervorzuheben, und so möchte ich Werfels Gedanken jedem ans Herz legen ... (und nicht nur diese, Werfel lesen lohnt auch sonst, vielleicht schreibe ich zum Ende des Kirchenjahres mal was über Stern der Ungeborenen).

Ansonsten wäre ich in Versuchung, auf diesem Blog noch eine neue Reihe zu eröffnen, unter dem Titel NOB (= Novus Ordo Bashing). Denn was die Liturgiereform vom wunderschönen Offizium des Rosenkranzfestes übrig gelassen hat, ist eine, sorry sancta mater ecclesia, Zumutung. An Stelle des schönen Tagesgebetes alter Ordnung, welches das Festgeheimnis inhaltlich tief und stilistisch fein ziseliert auslotet und das ja nicht nur die Messe, sondern auch die einzelnen Horen prägt, rückte die Bugnini AG offenbar jenes Gebet ins Zentrum des Offiziums, das jeder vom Angelus her kennt kennt: "Allmächtiger Gott, gieße Deine Gnade in unsere Herzen ein" ...

Ja, auch eine schönes Gebet, keine Frage, aber im Vergleich zum Text des außerordentlichen römischen Ritus kommt es eben als Allerwelts-Oratio daher, paßt irgendwie immer und überall. Wahrscheinlich mußte mal wieder irgendeine Kongruenz zum Evangelium als Grund herhalten.

Und während das Breviarium Romanum zum "Rosen"kranzfest im Stundengebet mindestens die halbe alttestamentarische Flora in den Dienst der "Rosen"kranzkönig stellt, wirken die Texte in der Liturgia Horarum lieblos zusammengepfriemelt. Die ganze Poesie ist im Eimer - das liturgiereformatorische Rumtrampeln zwischen an Wasserbächen gepflanzten Rosen, Lilien, Zedern, Terebinthen etc. etc. etc. ist eindeutig ein Fall für Martin Mosebach: Flores apparuerunt in terra nostra ...? Ja, das war mal, bis die Reform den Garten "beackert" hat.

Was mich zudem mopst: Das Rosenkranzfest wurde vor dem Konzil zuletzt als Fest zweiter Klasse gefeiert, also mit Gloria und Credo in der heiligen Messe. Übrig geblieben ist heute der Rang einer Memoria ... unter säkularem Blickwinkel würde man das dröges business as usual nennen. Angesichts der Tatsachen, daß in den Tiefenschichten des Rosenkranzes die Feier des gesamten Heilsmysteriums steckt, daß der Rosenkranz eine wichtige Rolle in der Kirchengeschichte spielte und daß das Rosenkranzgebet sicher zu den besonders bedeutenden außerliturgischen Andachtsformen der Kirche zählt(e, zumindest bis zum Konzil), angesichts also dieser vielfältigen Ebenen des Rosenkranzgebets ist die Einordnung als bloße Memoria eine sehr bedenkliche Entscheidung. So untergräbt man Volksfömmigkeit.

Wenn man schon aus einem Garten einen Acker macht, dann sollte wenigstens der ordentlich bestellt werden.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Schönelinkeweltteileinz

         
Ach du großer Weltgeist, was haben die Menschen auf ihrem Weg zum Paradies auf Erden nicht schon alles hinter sich gelassen: Die Sklavenhaltergesellschaft, die Feudalgesellschaft, die Bürgergesellschaft mit ihrem kapitalistischen Scheinglück. Und den Sozialismus. Nun ja, letzterer wurde von den undankbar Betroffenen ziemlich bald gegen die Vorgängergesellschaft, Scheinglück inklusive, eingetauscht. Und was haben die jetzt davon? Hartz IV ... gebeuteltes Aldi-Prekariat statt stehende HO-Kunden. Dauernd Billig-Bananen statt delikater Seltenheiten.

Aber klar, die Fortschrittskurve hat einen kleinen Knick bekommen. Doch wer von der Sache überzeugt ist, den ficht das nicht an. Auf dem Weg der Verheißung in den Kommunismus kann man sich den Sozialismus nämlich auch sparen.

Wie das? Eine "links-emanzipatorische" Weltanschauung macht's möglich! Nie um eine alternative Rede verlegen, wenn die super Ideen von Marx und Engels und Lenin und Stalin und Mao und Pol Pot wieder mal nicht so funktionieren, wie es ihre Propheten einst verkündeten, verlegt man sich auf das, was den Menschen gefällt: Freiheit! Warum sich auch mit den Details des Weges aufhalten, wenn das Ziel toll tönt? Grau ist alle Theorie, doch grün des Lebens roter Baum: Keine Repression! Kein Gott, mit dessen Gespinst sich Unterdrückungsmechanismen institutionalisieren lassen! Kein Staat, der Unterdrückungsmechanismen institutionalisiert! Kein Patriarchat! Klassenlose Gesellschaft! Toll. Die Menschen werden immer besser.

Ist ja auch klar, weil wir alle total vernünftig werden. Weil die Welt ein globaler Freiraum sein wird, ein großes Autonomes Zentrum, ein gewaltiger Wagenplatz, ein immerwährendes D.I.Y.-Festival mit veganer Volxküche, ein überquellender Umsonstladen: Alles für alle und alles gleich jetzt. Und man kann sofort mit der Umsetzung anfangen, selbst in der finster marktradikalen BRD. Voll praktisch: Eine alternative Welt leben, praktisch unterstützt von Aldi, Lidl, Penny, der Uniklinik, dem öffentlich Nahverkehr und dem nächstgelegenen Müllentsorger. So geht Autonomie. Klasse.

Das macht uns künftig so froh, daß wir uns selbstverständlich nach Talent - aber vor allem nach Lust und Laune - für und in das Ganze einbringen werden, ohne assozial nach jenem Mehrwert zu fragen, den die Kapitalisten Profit nennen. Schließlich wissen wir, daß aller Mehrwert auch unser Mehrwert und aller Fortschritt auch unser Fortschritt sein wird, wie das bereits die sozialistische Wandzeitung wußte, ehe deren Leser den Sozialismus samt Zeitung in die Tonne traten. Aber der war ja auch "links-totalitär" und daher mangelhaft. Jetzt geht's "links-emanzipatorisch" völlig andersrum. Funktioniert garantiert!

Und wer nicht solcher Meinung ist, kriegt eine auf's Maul oder wird zumindest verbal kräftig angerotzt, selbstverständlich - "Christen fisten" - ganz demokratisch kulturell. Oder kriegt eine brennende Bibel vor die Füße geschmissen. Und wird zum Lebensschützertroll erklärt.

Denn merkt auf und habt acht: Freiheit geht auf dem Weg zu repressionsfreier Generalbeglückung nur unter Anwendung repressiver Toleranz, Andersdenkende dürfen bestenfalls Ähnlichdenkende sein. Und Rosa Luxemburg hätte mal besser ähnlich wie später Marcuse denken oder die Klappe halten sollen.

Montag, 5. Oktober 2009

Verlust

Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Fortes-fide hat festgestellt, daß uns Sponsa Agni abhanden gekommen ist. Offenbar weiß Olifant - kommentierenderweise - etwas über das Verschwinden von Sposa Agni, was wir en detail nicht wissen müssen. Ich hoffe nur, daß nichts "Ernstes" dahinter steckt: Ich helfe gerne mit Gebet oder wie ich es sonst vermag, sofern notwendig ...



Die Blogozese wächst nicht nur, ab und an wird sie auch ein Stück ärmer, leider. So bleibt mir nur, Sponsa Agni für Ihren Blog zu danken und zu hoffen, daß selbiger vielleicht eines Tages neu aufblüht.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Zum Erntedank




Quam multa sunt opera tua, Domine!
Omnia cum sapientia fecisti:
plena est terra creaturis tuis.

Wie zahlreich sind, Herr, Deine Werke!
Sie alle hast Du mit Weisheit geschaffen:
Erfüllt ist die Erde von Deinen Geschöpfen.

(aus Psalm 103)



Der Erntedanktag weckt in mir immer zwiespältige Gefühle ... oder sollte man nicht eher sagen: das schlechte Gewissen? Natürlich ist es würdig wie recht, Gott für seine Gaben zu danken und Freude an ihnen zu haben. Und natürlich sind Erntedankaltäre dekorativ obendrein. Auch zähle ich mich eigentlich nicht zu den Gutmensch-Spaßbremsen, die jeden sinnvollen und schönen Brauch mit tausend Bedenken hinterfragen müssen. Doch beschleicht mich an Erntedank auch der Eindruck, daß der ganzen Veranstaltung etwas fast Verlogenes anhaftet. Zu Erntedank geben wir uns gerne der hübschen Illusion hin, daß mit unserem täglichen Brot und der Art, wie wir es produzieren, alles in bester Ordnung sei. Da sind die Bauern zufrieden, die Kühe glücklich, die Schweine froh und die Hühner munter. Dabei hat das meiste, was wir uns Tag für Tag zwischen die Zähne schieben, mit dieser Vorstellung wenig gemein. Intensivwirtschaft sorgt für eine Fülle, bei der wahrscheinlich ein Drittel entweder weggeschmissen oder so billig in arme Länder verramscht wird, daß die Bauern dort auf ihren Ernten und Erzeugnissen sitzen und folglich allzuoft konsequent arm bleiben. Gott dafür zu danken, daß wir Tag um Tag satt werden, ist, finde ich, nur ehrlich, wenn uns diese Ungerechtigkeit als Stachel im Fleisch sitzt. Die Forderung nach Gerechtigkeit in der Welt sollte man nicht nur den Linken überlassen. Die Zeit ist überreif für eine echt katholische Variante einer "Befreiungstheologie", die Orthodoxie und Orthopraxis auf einen gemeinsamen Nenner bringt: damit wir die irdischen Güter so gebrauchen, daß wir die himmlischen nicht verlieren.

Freitag, 2. Oktober 2009

Heilige Schutzengel




Auch wenn es wieder einmal mehr ein rein deskriptiver Text ist und man der ganzen Thurmairei im Gotteslob durchaus kritisch gegenüber stehen mag: Ein Lied von Maria Luise hat es mir sehr angetan, GL 607, und davon vor allem die letzte Strophe ...

Laßt uns zum Engel schauen,
wenn auf dem letzten Gang
durch Todesnot und Grauen
wird unserm Herze bang.
Er wird die Flügel breiten
und uns aus dem Gericht
in Frieden heimgeleiten
vor Gottes Angesicht.

Wer mehr auf Traditionelles vom Schlag Du mein Schutzgeist, Gottes Engel (inklusive dem berüchtigt zugereimten "Tal der Mängel") steht, dem möchte ich (denn hin und wieder fleußt auch mein Herze gerne im Schmalz) jene aufwühlend-betörende Schutzengel-Hommage mit Mario Lanza anempfehlen ...

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Unverbindlichkeit im Angebot




Derzeit besuche ich eine Katechesereihe zur Eschatologie, die unter dem Motto Schluss mit lustig? Christsein im Angesicht der "letzten Dinge" von Dominikanern gehalten wird. Die Brüder laden alle zwei Wochen zu einem rund einstündigen Vortrag samt Aussprache. Der Zyklus hub an mit der Katechese "Deckel zu, dann ist Ruh?" - der Tod und fand gestern mit dem Thema "Ich will so bleiben, wie ich bin?" - die Auferstehung des Fleisches seine Fortsetzung. Die nächsten vier Abende widmen sich Gericht, Fegfeuer, Hölle und Himmel.

Man darf es den Dominikanern ruhig anrechnen, daß sie diese Themen ansprechen; im Rahmen der üblichen Kumbajah-Verkündigung fällt schließlich manch Unbequemes unter den berüchtigten Tisch des Wortes. Andererseits scheinen mir die Abende - soweit man das bislang sagen kann - bezeichnend für das, was ich hier mal Unverbindlichkeit im Angebot nennen möchte.

Ich würde zum Beispiel erwarten, daß in diesen Katechesen deutlich die Lehre der Kirche umrissen und - ohne daß die Sache in theologische Vorlesungen ausartet - zumindest ansatzweise begründet und meinethalben dann auch auf dem Hintergrund anderer theologischer Entwürfe diskutiert wird. Statt dessen aber sieht sich der Hörer mit vielfältigen Ausführungen konfrontiert, die den jeweiligen Themenschwerpunkt von dieser und von jener Seite beleuchten - was die Kirche glaubt, was allgemeine theologische Reflexion oder vielleicht auch nur die persönliche Meinung des Predigerbruders ist, bleibt dabei oft nebulös. Was nutzen mir Katechesen, wenn ich hinterher doch wieder zur Schmaus-Dogmatik greifen muß, um nachzulesen, was nun Sache ist? Ich gehe schließlich nicht hin, um aufregende Neuigkeiten zu erfahren, sondern weil ich hoffe, daß eine lebendige Verkündigung all das aus der Besenkammer des Alltagsglaubens wieder ins aktuelle Licht meiner Lebenswirklichkeit rückt, wovon ich denke, daß es die Lehre der Kirche ist (auf deren Erfahrungsschatz und Kompetenz ich mich immer noch lieber verlasse als auf Einfälle der neueren Universitätstheologie). Schmaus hin, Schmaus her: Glaube, der lebendig macht, kommt eben doch gerne vom (Zu-)hören bei glaubwürdigen Zeugen und erst dann vom Nachlesen in einem muffeligen Buch (meine Ausgabe muffelt tatsächlich irgendwie, muß an der unterprächtigen Papierqualität liegen).

Natürlich kann man einwenden, daß die Kirche bei der Eschatologie selber stellenweise im Nebel stochert - aber umso wichtiger wäre es doch, wenigstens jene Lampen an Glaubenssätzen deutlich zum Strahlen zu bringen, die etwas Orientierung bieten. So aber geht man nach Hause, im besten Fall schlau als wie zuvor, aber nicht wirklich aufgeweckt, im weniger guten Fall eher etwas irritiert, im schlechtesten Fall desorientiert. Das kann's nicht sein.

Um das zuletzt an einem Beispiel zu illustrieren: Der erste Vortrag kam auf die Frage nach der Vorbereitung auf den Tod zu sprechen, und der Dominikaner brachte die Vorstellung einer ars moriendi ins Spiel, einer Lebenskunst, die man mit Blick auf den eigenen Tod und zu dessen Vorbereitung pflegen könnte. Schön gesagt. Als dann die Frage kam, wie heute eine solche ars moriendi aussehen könnte, kam aber keine gescheite Auskunft. Im Auditorium dachte jemand an das Sterben von Johannes Paul II., aber das dürfte kaum allgemeinkompatibel sein. Dabei liegt die Antwort nahe: Zur ars moriendi des Christseins im Angesicht der letzten Dinge gehört der Empfang der Sakramente oder der Versuch, ein geistliches Leben zu führen. Selbst der zweite Teil jedes Ave-Maria ist - nicht zuletzt - die Einübung einer ars moriendi: jetzt und in der Stunde unseres Todes.