Dienstag, 10. November 2009

Patriarch zu Gast

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Der gestrige Weihetag der Lateranbasilika barg für den Christenmenschen in Zollitsch City eine kleine Überraschung: Patriarch Fouad Twal von Jerusalem zelebrierte die Abendmesse im Münster. Leider war Robbie's PR-Abteilung bislang nicht in der Lage, irgendwelche Hintergründe zu diesem Besuch zu publizieren. Aber was soll's ... einer der wichtigsten Patriarchen der Kirche war da, sowas freut doch schon mal - ist ja wie ein halber Papstbesuch.

Insgeheim hatte ich mich schon auf eine (zumindest teil-) lateinische Messe gefreut, doch leider war der Patriarch des Deutschen hinreichend mächtig, so daß die Messe mal wieder in der Landessprache gefeiert wurde. Wobei drei konzelebrierende Domherren plus Diakon offenbar eine patriarchale Einführung in die Feier erwarteten, Seine Seligkeit aber im Schweigen verharrte, bis ihm ein Gotteslob für den weiteren deutsch-liturgischen Verlauf hingehalten wurde. Ja, meine Herren, man kann eine Messe auch ohne Geschwafel beginnen!

Eigentlich mag ich unsere Münsterorganistin, aber etwas mehr Festlichkeit hätte diese Feier schon vertragen ... wozu hat man neulich erst eine Hochdrucktuba für special events & effects in die Münsterorgeln eingebaut? Und die gotteslöbliche Paulus-Messe ist ein durchaus schönes deutsches Ordinarium, aber das Gloria kennt kein Schwein, was die Sache angestrengt-dröge wirken läßt. Und warum muß, aber das Thema hatte ich ja schon, immer alles krampfhaft auf Deutsch durchgezogen werden? Ich bin mir sicher: Bei der Missa de angelis wäre kräftiger mitgesungen worden ...

Kommentare:

Stanislaus hat gesagt…

Wenigstens wurde bei Euch das Gloria gesungen und kein Vierzeiler! Man muß es nur oft genug machen, dann kann auch der letzte das Gloria aus der Paulus-Messe.

Stanislaus hat gesagt…

Hatte heute ein Gespräch mit Seiner Seligkeit. Das wurde auf Englisch geführt, obwohl er immer wieder ein paar Brocken auf Deutsch raushaute.

Da sieht man's wieder: Deutsch ist beim Zelebrieren wichtig und Englisch beim Sprechen.